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Wehr und Waffen

Ausrüstung

Die hier aufgefürten Rekonstruktionen stützen sich auf zeitgenössische Abbildungen und Orginalfunde.

 

          

                                                                 Abb1

Gambeson / Aketon

Dieser Gambeson ( Aketon) ist aus Leinen, der innen mit Wolle gepolstert wurde. Der Gambeson wurde als Rüstungsbasis getragen. Die einzelenen Lagen wurden miteinander versteppt um eine Aussteifung zu erreichen. Als Erweiterung konnten Plattenteile über dem Gambeson getragen werden, die einen höheren Schutz boten. Leider sind uns keine bekannten Originalstücke solcher Polsterungen erhalten geblieben, sondern nur einzelne Fragmente. Auf dieser Grundlage haben wir diesen Gambeson angefertigt.

Abb1.: British Libary um 1380 

 

          

                                                                              Abb1

Polsterkragen:

Der Polsterkragen wurde zusätzlich zum Gambeson getragen um die Halspartie zu schützen. Auch bei diesem Polsterkragen wurde Leinen mit Wolle versteppt.

Abb1.:Relief von der Ulrichpforte in Köln um1380

 
 
         
                                                                       Abb1
 

Kniebuckel:

Die Kniebuckel wurden als Knieschützer getragen, die mit einem Lederriemen und einer Schnalle in der Kniebeuge geschlossen wurden. Im frühen 14 .Jh bestand der Kniebuckel nur aus einer kleineren ovalen leicht gewölbten Scheibe, gegen Ende des 14.Jh umschloss er das ganze Knie, woraus sich ein komplettes Beinzeug entwickelte.

Abb1.: Relief von der Ulrichpforte in Köln um1380 
 
 
 
         
                                                                      Abb1
 
Dolch:

Der Nierendolch, auch Hodendolch genannt, wurde nicht nur als Beiwaffe in Verbindung mit Rüstkleidung im Kampf getragen, er war auch ein Modeaccessoire der zivilen Kleidung. Die Namensgebung hat er der Form des Griffes zu verdanken. Für die zivile Kleidung wurde er häufig in Verbindung mit einer Nieren- oder Trapeztasche getragen. Der Nierendolch galt auch als Phallussymbol.

Abb1.:  Osnabrücker Altar um 1380 Richard Wallraff Museum Köln

 

       

                                                                                 Abb1                                                         Abb2

 

Armbrust:

Diese Rekonstruktion einer Armbrust mit Steigbügel hat eine Buchensäule und eine Nuss (Auslöseelement) aus Horn. Die Abzugsstange und der Steigbügel sind aus geschmiedetem Stahl. Für die Zeit des 14. Jh sind Hornkompositbögen die meist verbreiteste Art. Wir haben uns aus Sicherheitsgründen und durch den komplizierten Aufbau und Beschaffung eines solchen Bogens für einen geschmiedeten Bogen entschieden.

Abb1: Stadmuseum Köln Ende 14. Jhd. Abb2: Museum Nürnberg 

 

  

                 

                                                                 Abb1

 

 

Beckenhaube:

Die Beckenhaube ist die meist verbreiteste Helmform für das späte 14 Jahrhundert. Die Beckenhaube gab es mit integrierter oder ohne Kettenbrünne. Ihre Form war von Land zu Land leicht unterschiedlich, manche hatten einen Mittelgrad oder waren nach oben hin etwas spitzer. Die in unserem Bild gezeigte Beckenhaube ist nach einer Abbildung der Ulrichpforte nachempfunden. Zu einer solchen Beckenhaube konnte man einen separaten Kettenkragen oder Polsterkragen tragen.

Abb1: Relief Ulrichprorte Köln um 1380

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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