Die hier aufgeführten Rekonstruktionen stützen sich auf zeitgenössische Abbildungen und Originalfunde.
Ringpanzer:
Eine Panzerungsform des
Hochmittelalters ist der Ringpanzer, hier in der Kurzarmversion. Es
besteht aus ineinander greifenden vernieteten Stahlringen. Der
Ringpanzer wurde über der Kleidung getragen. Eine separate
Polsterung unter dem Ringpanzer ist uns erst ab 1280 bekannt.
Abb1.: Villard de Honnecourt ( Wikipedia ) datiert 1230
Abb1. Abb2.
Eisenhut:
Der Eisenhut war der am weitesten
verbreitete Infanteriehelm des ausgehenden Hochmittelalters. Er
besteht aus vier mit einander vernieteten Teilen, zwei
Halbschalen, Verbindungsspange und kurzer Krempe.
Abb1 und 2.: Kreuzfahrerbibel um 1250
Abb1. Abb2.
Dolch:
Der Antennendolch ist eine von vielen
verschiedenen Dolchvarianten, die im Hochmittelalter noch nicht zur
Zivilkleidung getragen wurde. Er wurde hauptsächlich im Handgemenge
benutzt.
Abb1 und 2. : Kreuzfahrerbibel um 1250
Abb.1
Schwert :
Das Schwert hier mit gerader
Parierstange und Paranussknauf ist eine für den deutschen Raum
typische Waffe. Sie wurde von Reitern und Infanterie gleichermaßen
verwendet.
Abb1.: Mainzer Evangeliar um 1250
Abb1.
Spieß:
Der zweihändig geführte, ca. 2,50 Meter
lange Spieß ist die Hauptwaffe des Fußvolkes. Auf dem Holzschafft
sitzt die rhombische zweischneidige Spitze.
Abb1.: Kreuzfahrerbibel
Abb1.
Schild:
Der Dreieckschild ist eine von Reitern
und Infanterie gleichermaßen verwendetet Defensivwaffe, die aus verleimten Lindenholzplanken besteht.
In diesem Fall ist der einfache Schild mit Leinen überzogen. Die
Handhabe und der Tragegurt auf der Innenseite bestehen aus
Lederriemen.
Abb.1: Schid des Herren Nordeck zu Rabenau um 1250